Prof. Dr. Key Pousttchi

Der bequeme Weg führt nie an die Spitze.

In einer Zeit, in der viele die Auffassung vertreten, dass Erfolg nur durch Ausprobieren entsteht und nichts mit Wissen, Können und Arbeit zu tun hat, stehe ich für das Gegenteil. Denn genau diese Auffassung ist das Problem, mit dem Deutschland seine Zukunft riskiert – nicht nur in Sachen Digitalisierung.

Eine Karriere vor der Karriere

„Sohn, wenn du einen Computer willst, zeige mir, dass du programmieren kannst.“

Also setzte sich Key Pousttchi mit 14 Jahren auf den Hosenboden und lernte seine erste Programmiersprache. Das war die Grundlage für seine Karriere vor der Karriere: als EDV-Dozent an der Volkshochschule und als – für Schüler-Verhältnisse traumhaft bezahlter – IT-Mitarbeiter für Firmen.

Doch statt nach dem Abitur direkt ins Studium zu starten, wählte er zunächst eine andere Laufbahn.

Eine Karriere für Deutschland

Key Pousttchi absolvierte eine Ausbildung zum Offizier der Panzertruppe, war zum Zeitpunkt seiner Ernennung jüngster Leutnant des deutschen Heeres. Er war Teil des Jugoslawien-Einsatzes IFOR, avancierte zum Pressesprecher in der Friedensmission SFOR in Bosnien-Herzegowina und bildete das erste Kontingent für den Kosovo-Einsatz KFOR aus.

„Wenn es ernst wird, kommt es nicht auf Worte an, sondern auf Handeln.“

Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in diesem Umfeld eine Frage von Leben und Tod. Deshalb durfte es nicht der Elfenbeinturm sein, als die Forschung ihn rief.

Prof. Dr. Key Pousttchi

Eine Karriere für die Wissenschaft

1995 kam Key Pousttchi im Rahmen seiner Diplomarbeit in Wirtschaftsinformatik an der Universität der Bundeswehr in München das erste Mal mit Digitaler Transformation in Kontakt – zu einer Zeit, als der Begriff noch nicht erfunden war.

„Digitale Transformation gehörte in den 1990ern bereits zu meinem Alltag.“

Er bildete Soldaten mit Hilfe von Augmented- und Virtual-Reality-Techniken aus, war für die Weiterentwicklung lasergestützter Gefechtssimulation verantwortlich. 2001 wechselte er an die Universität Augsburg. Dort etablierte er sich rasch als einer der führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Digitalisierung und der Digitalen Transformation, lehrte zusätzlich an den Universitäten in Zürich, Frankfurt und Magdeburg (seine akademische Verdienste und Auszeichnungen finden Sie hier: www.wi-mobile.de/institut/pousttchi-akademisch).

Konsequenterweise wurde er deshalb 2015 Deutschlands erster Universitätsprofessor für Digitalisierung: Er baute den SAP-Stiftungslehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Digitalisierung an der Universität Potsdam auf. 

2020 beendete er seine Tätigkeit dort, um sich seiner nächsten Karriere zuzuwenden. 

Prof. Dr. Key Pousttchi

Eine Karriere für die Digitalisierung in Deutschland

Als einer der Pioniere der Mobile-Business-Forschung hatte Key Pousttchi bereits von 2001 an die Forschungsgruppe wi-mobile an der Universität Augsburg aufgebaut. Deren Ergebnisse fanden international viel Beachtung – nicht nur in der Wissenschaft. Von Beginn an machte er die Expertise seines Teams in Sachen Digitalisierung und Digitaler Transformation auch Unternehmen zugänglich.

"Fester Wille, Klarheit und eine gesunde Portion Pragmatismus führen zum Erfolg."

Mit der Gründung des wi-mobile Institut für Digitale Transformation führt er Theorie und Praxis noch stärker zusammen. Darin sieht Key Pousttchi aktuell seine Mission: neue Maßstäbe setzen in der Digitalen Transformation der deutschen Wirtschaft. Dafür hält er Vorträge und schreibt Bücher, um Deutschland wieder den Anschluss an die Weltspitze in Sachen Digitalisierung zu ermöglichen. Denn diesen Anschluss hat Deutschland verloren – und das will Key Pousttchi ändern.

Prof. Dr. Key Pousttchi

Ein geradliniges Leben mit vielen Kurven

Sein Markenzeichen ist Geradlinigkeit: Key Pousttchi nimmt selten ein Blatt vor den Mund. Das macht ihn zu einem scharfzüngigen Kritiker der aktuellen Lage. Dass er damit auch mal aneckt, nimmt er in Kauf. Der bequeme Weg war ja noch nie der seine.

"Wer sagt, Digitalisierung sei zu komplex, um sie zu erklären, ist ein Blender."

Auf seinem langen Weg hat Key Pousttchi eines nie verloren: seinen Humor. Weshalb seine Vorträge stets unterhaltend sind, auch wenn er den Finger in die Wunde legt.

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